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Linda (Diskussion | Beiträge) Die Seite wurde neu angelegt: „'''Buchempfehlung''' '''Was unsere Kinder brauchen''' Katharina Saalfrank '''Gefühle entwickeln sich – das braucht Zeit''' Langjährige Entwicklungsforschung hat gezeigt und auch Praxiserfahrungen aus der Therapie ergeben, wie wesentlich es für uns Menschen ist, dass wir einen Zugang zu unseren Emotionen entwickeln. Dabei geht es nicht immer um die positiven Gefühle wie Freude, Begeisterung und die Fähigkeit, Glück zu empfinden. Es geht darum d…“ |
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'''Was unsere Kinder brauchen''' | '''Was unsere Kinder brauchen''' | ||
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Katharina Saalfrank | Katharina Saalfrank | ||
''' | '''Emotionale Entwicklung achtsam begleiten''' | ||
Eltern neigen häufiger dazu, das Handeln des Kindes als Angriff zu verstehen und persönlich zu nehmen. Dabei ist in der Regel nichts, was Kinder tun, gegen uns Erwachsene gerichtet. Wenn wir diesen Trugschluss unterliegen, beginnt ein Machtkampf zwischen Eltern und Kind, der im Ergebnis nicht das mit sich bringt, was das Kind eigentlich braucht. Es geht für Kinder in diesen Momenten letztlich darum, mit unserer Begleitung wichtige Erfahrungen mit sich selbst und ihren Emotionen zu machen.: Sie lernen so, mit Krisen und Frustrationen umzugehen und sprachliche Ausdrucksmittel für ihr innere Erleben zu erlangen. | |||
Die Autonomiephase ist somit eng an die Sprachentwicklung des Kindes gekoppelt und Eltern können der Überforderung ihres Kindes begegnen, in dem sie sowohl die Gefühle des Kindes als auch ihre eigenen benennen. Hierdurch lernt das Kind, seinen Gefühlen immer differenzierter Ausdruck zu verleihen und die als Trotz wahrgenommenen Überforderungssituationen nehmen ab. Das von uns als schwierig und widerständig empfundene Verhalten mildert sich also mit zunehmender Sprach- und Handlungskompetenz ab - es sei denn, wird durch ungünstige Erziehungs- besser Beziehngserfahrungen etwa strafende Konsequenzen wie im Beispiel von Daniel verfestigt. | |||
Strafen helfen dem Kind nicht. Sie sind sogar schädlich für für die Entwicklung. Das Trotzverhalten kann sich verstärken und die Machtkämpfe nehmen zu. Auch ziehen manche Kinder sich zurück, verschließen sich. Sie fallen dann zwar weniger auf, in ihrer emotionalen Entwicklung jedoch werden sie gehemmt, weil sie keine Verbindung zu ihren Gefühlen erlangen und so keine angemessenen Strategien für den Umgang mit ihnen entwickeln können. In beiden Fällen sinkt außerdem die Kooperationsbereitschaft. | |||
Aktuelle Version vom 17. Dezember 2024, 07:20 Uhr
Buchvorstellung
Was unsere Kinder brauchen
Katharina Saalfrank
Emotionale Entwicklung achtsam begleiten
Eltern neigen häufiger dazu, das Handeln des Kindes als Angriff zu verstehen und persönlich zu nehmen. Dabei ist in der Regel nichts, was Kinder tun, gegen uns Erwachsene gerichtet. Wenn wir diesen Trugschluss unterliegen, beginnt ein Machtkampf zwischen Eltern und Kind, der im Ergebnis nicht das mit sich bringt, was das Kind eigentlich braucht. Es geht für Kinder in diesen Momenten letztlich darum, mit unserer Begleitung wichtige Erfahrungen mit sich selbst und ihren Emotionen zu machen.: Sie lernen so, mit Krisen und Frustrationen umzugehen und sprachliche Ausdrucksmittel für ihr innere Erleben zu erlangen.
Die Autonomiephase ist somit eng an die Sprachentwicklung des Kindes gekoppelt und Eltern können der Überforderung ihres Kindes begegnen, in dem sie sowohl die Gefühle des Kindes als auch ihre eigenen benennen. Hierdurch lernt das Kind, seinen Gefühlen immer differenzierter Ausdruck zu verleihen und die als Trotz wahrgenommenen Überforderungssituationen nehmen ab. Das von uns als schwierig und widerständig empfundene Verhalten mildert sich also mit zunehmender Sprach- und Handlungskompetenz ab - es sei denn, wird durch ungünstige Erziehungs- besser Beziehngserfahrungen etwa strafende Konsequenzen wie im Beispiel von Daniel verfestigt.
Strafen helfen dem Kind nicht. Sie sind sogar schädlich für für die Entwicklung. Das Trotzverhalten kann sich verstärken und die Machtkämpfe nehmen zu. Auch ziehen manche Kinder sich zurück, verschließen sich. Sie fallen dann zwar weniger auf, in ihrer emotionalen Entwicklung jedoch werden sie gehemmt, weil sie keine Verbindung zu ihren Gefühlen erlangen und so keine angemessenen Strategien für den Umgang mit ihnen entwickeln können. In beiden Fällen sinkt außerdem die Kooperationsbereitschaft.