Elektrotherapie
Elektrotherapie
Elektrotherapie bezeichnet den therapeutischen Einsatz von elektrischem Strom oder elektromagnetischen Feldern zur Unterstützung von Heilungsprozessen. Sie wird seit dem 19. Jahrhundert in der Naturheilkunde angewandt und erlebt durch moderne Geräte und neue Forschung ein wachsendes Interesse.
Verfahren
Galvanischer Feinstrom (Galvanotherapie)
Gleichstrom im Milliampere-Bereich wird durch das Gewebe geleitet. Traditionell eingesetzt zur Unterstützung von Durchblutung, Schmerzlinderung und Regeneration. Klassische Heimgeräte (Moser, Wohlmuth, Glückshofer) waren bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet.
Mögliche Anwendungsgebiete: Gelenk- und Muskelschmerzen, Ödemreduktion, Wundheilung, Blutdruckregulation.
Craniale Elektrostimulation (CES)
Schwacher Wechselstrom im Mikroampere-Bereich wird über Elektroden an den Ohrläppchen angelegt. Die Methode kann die Ausschüttung von Serotonin, Melatonin und Beta-Endorphinen unterstützen und wird in der Komplementärmedizin bei Schlafstörungen, innerer Unruhe und zur Konzentrationsförderung eingesetzt.
Magnetfeldtherapie
Gepulste oder statische Magnetfelder werden auf Körperstellen angewendet. Wird ergänzend bei Knochen- und Gelenkbeschwerden sowie zur Unterstützung der Geweberegeneration eingesetzt.
Hinweis
Elektrotherapeutische Verfahren können schulmedizinische Behandlungen ergänzen, ersetzen diese jedoch nicht. Bei Herzschrittmachern, Epilepsie und Schwangerschaft ist vor der Anwendung ärztlicher Rat einzuholen.
