Leber-Schwefel-Wickel
Aus Arcapedia
Hinweis: Diese Anwendung ersetzt nicht den Gang zum Arzt.
Kalium sulfuratum wird in der anthroposophischen Pflegetradition traditionell der Leber zugeordnet. Es soll die Lebertätigkeit und den Stoffwechsel anregen.
Zusammengestellt von Neely (Heilpraktikerin, Arcanara-Gemeinschaft).
Traditionelle Anwendung
Wird traditionell eingesetzt bei: Verhärtungstendenzen der Leber (z. B. beginnende Leberzirrhose), zur Anregung der Stoffwechselkräfte, lang anhaltenden depressiven Zuständen.
Anwendung täglich, möglichst bald nach der Hauptmahlzeit.
Nicht anwenden bei
- Unverträglichkeit gegenüber Schwefel
- Ersten Menstruationstagen (regt Blutung zu stark an)
- Hautverletzungen oder nässenden/entzündlichen Hauterkrankungen im Umschlagbereich
Benötigtes Material
- Kalium sulfuratum 30% Essenz (aus der Apotheke)
- Einweg- oder Gummihandschuhe (intensiver Geruch nach faulen Eiern!)
- Innentuch und Wringtuch
- Außentuch (Biber oder Molton, 1,5-facher Bauchumfang)
- Wärmflasche
Achtung: Kalium sulfuratum riecht intensiv nach faulen Eiern. Handschuhe tragen!
Durchführung
- Außentuch vorwärmen, aufs Bett legen, Patienten hinlegen
- (Jetzt eilig arbeiten wegen des Geruchs!)
- 6 ml Kalium sulfuratum (ca. 1 Fläschchendeckel) mit 300 ml ca. 75°C heißem Wasser in flacher Schüssel mischen
- Innentuch einrollen, ins Wringtuch; in Lösung tränken (freie Enden trocken), kräftig auswringen
- Innentuch auf den Leberbereich (rechte Bauchhälfte) auflegen
- Außentuch um Körper legen, Wärmflasche drauf, gut zudecken
- Knie mit Rolle unterstützen
Dauer & Nachruhe
30–45 Minuten. Danach 15–30 Minuten Nachruhe. Innentuch in warmem Wasser gut ausspülen.
