Quark-Halswickel
Hinweis: Diese Anwendung ersetzt nicht den Gang zum Arzt.
Der Quark-Halswickel ist ein klassisches Hausmittel aus der Volksmedizin. Magerquark entzieht der entzündeten Stelle Wärme und wirkt kühlend. Die Milchsäure soll laut Überlieferung entzündungshemmend wirken.
Zusammengestellt von Neely (Heilpraktikerin, Arcanara-Gemeinschaft).
Traditionelle Anwendung
Wird traditionell eingesetzt bei: Halsschmerzen, Heiserkeit, Lymphknotenschwellungen sowie unterstützend bei Angina.
Nicht anwenden bei Kindern, die gerade frösteln.
Geeignet ab 2 Jahren und für Erwachsene.
Nicht anwenden bei
- Frierenden oder fiebernden Kindern mit Schüttelfrost
- Säuglingen unter 2 Jahren
Benötigtes Material
- Innentuch: dünnes Spültuch (blau-weiß) oder Leinentuch — Länge von Ohr zu Ohr, doppelte Halsbreite
- Zwischentuch: Heilwolle oder dickes Baumwolltuch
- Außentuch: Wollschal oder Moltontuch
- Magerquark (Zimmertemperatur)
- Optional: 1–2 Tropfen Lavendelöl, Cajeputöl oder Myrte — oder 1 Teil Essig + 3 Teile Wasser
Durchführung
- Innentuch doppelt legen, zimmerwarmen Quark auf das mittlere Drittel auftragen (dünn)
- Tuch zusammenfalten, sodass nur eine Doppelschicht Stoff zwischen Quark und Haut liegt
- Tuch vorne am Hals anlegen — nur vorne und seitlich bedecken, Nacken frei lassen
- Darüber Zwischentuch oder Heilwolle legen
- Abschließend Außentuch anlegen und sichern
Wenn das Kind beim Anlegen fröstelt: Quark nur ganz dünn auftragen oder zuerst eine Wärmflasche auf den Bauch legen.
Dauer & Nachruhe
1–3 Stunden, bis der Quark getrocknet ist. Wenn das Kind fröstelt: sofort abnehmen.
Nachruhe: 20 Minuten mit Schal oder Rollkragenpullover. 1–2 Anwendungen täglich möglich.
