Küchentipps aus dem Postillion

Aus Arcapedia

Kleine Kniffe aus der Küche, wie sie über die Monate im Arcanara-Postillion standen: fürs Kochen im Alltag, für den Vorrat und gegen das Wegwerfen. Für die Arcapedia in eigenen Worten aufgeschrieben, nach Themen sortiert.

Energie sparen und Kochkiste

Ausführlich, mit Bauanleitung: Kochkiste — bauen und benutzen

  • Reis braucht die doppelte Menge Wasser. Kurz aufkochen, dann den Herd abschalten und den Reis zugedeckt in der Restwärme ausquellen lassen, das spart Energie. (Postillion 05/25)
  • In einer gut gedämmten Kochkiste bleibt ein heißer Topf über Stunden bei 70 bis 80 Grad. Reis, Hirse oder Polenta müssen nur eine Minute aufkochen, Hülsenfrüchte etwa eine Viertelstunde, Gulasch und Schmorfleisch rund 20 Minuten, den Rest erledigt die Kiste. (Postillion 12/25)
  • Für die Kochkiste einen Topf wählen, in dem das Essen etwa zwei Zentimeter unter dem Rand steht. Den heißen Topf mit Deckel in die Kiste stellen und rundum sowie obendrauf dicht mit Dämmmaterial ausstopfen. Als Faustregel ein Sechstel der üblichen Kochzeit auf dem Herd vorgaren und dann etwa die dreifache normale Garzeit in der Kiste ziehen lassen. (Postillion 24/25)

Reste und Aufwärmen

  • Übrig gebliebene Salzkartoffeln eignen sich zum Andicken von Suppen und Soßen. Einfach zerdrückt einrühren. Weil sie den Salzgehalt ausgleichen, retten sie auch ein versalzenes Gericht. (Postillion 03/25)
  • Reste von gekochtem Spinat rasch abkühlen und im Kühlschrank aufbewahren, weil sich in warm stehendem Spinat Nitrit bilden kann. Für kleine Kinder aufgewärmten Spinat lieber meiden. (Postillion 36/26)
  • Pilzgerichte dürfen aufgewärmt werden, sollten aber nach dem Essen zügig in den Kühlschrank und beim Aufwärmen auf mindestens 70 Grad kommen. (Postillion 36/26)
  • Reste lassen sich in einer vorgewärmten Pfanne gleichmäßig aufwärmen. Bei Nudeln oder Gemüse einen Schluck Wasser, Brühe oder Sahne zugeben, ab und zu umrühren und einen Deckel auflegen, dann trocknet nichts aus. (Postillion 36/26)
  • Äpfel mit Druckstellen nicht wegwerfen, sondern verbacken. Sehr reife Bananen schmecken besonders intensiv in Quark, Joghurt oder Müsli. (Postillion 38/26)
  • Bratfett von Speck oder Fleisch nicht wegschütten. In einem Schraubglas hält es sich im Kühlschrank zwei bis drei Wochen, eingefroren länger, und gibt Bratkartoffeln oder Fleisch viel Geschmack. (Postillion 39/26)

Würzen und Abschmecken

  • Frische Kräuter und Gewürze zuerst ins Essen geben und erst danach salzen. Der Geschmack soll so intensiver werden, und man kommt oft mit weniger Salz aus. (Postillion 37/26)
  • Kaltgepresste Öle wie natives Olivenöl, Leinöl, Walnuss- oder Kürbiskernöl nur kalt verwenden, etwa für Salate. Zum scharfen Anbraten eignen sich hitzefeste Fette wie Butterschmalz oder Kokosfett. (Postillion 37/26)
  • Für rohen Knoblauch, etwa im Salat, den grünen Keim herausschneiden, denn er schmeckt roh bitter. Beim Kochen oder Braten kann er drinbleiben. (Postillion 39/26)
  • Gewürze kurz trocken anrösten, das verstärkt ihr Aroma. Zitronensaft, Essig, Kräuter, Knoblauch und Zwiebeln geben Gerichten viel Geschmack. (Postillion 40/26)
  • Schmeckt eine Sauce fade, hilft oft schon ein kleiner Spritzer Zitronensaft oder Essig. (Postillion 41/26)

Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte

  • Gekochte Kartoffeln für Bratkartoffeln am besten 8 bis 12 Stunden vorher abkochen und im Kühlschrank lagern. So braten sie gleichmäßiger und haften weniger am Pfannenboden. (Postillion 36/26)
  • Zitronen, Orangen und Limetten vor dem Auspressen mit etwas Druck auf der Arbeitsfläche hin und her rollen. So geben sie leichter und mehr Saft ab. (Postillion 39/26)
  • Eine Prise Natron im Kochwasser von Bohnen und anderen Hülsenfrüchten erhält die grüne Farbe und macht sie etwas schneller weich. (Postillion 41/26)

Fleisch und Fisch

  • Speckstreifen vor dem Braten leicht mit Mehl bestäuben. Das Mehl bindet etwas Fett, und die Streifen werden gleichmäßig knusprig. (Postillion 39/26)
  • Ein Fleischthermometer an der dicksten Stelle hilft bei größeren Stücken. Als Richtwerte nennt der Postillion 75 Grad für Huhn sowie 63 Grad für Rind und Fisch. (Postillion 40/26)
  • Fleisch und Fisch etwa 30 Minuten vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen und Fleisch auf Küchenpapier legen. Es gart dann gleichmäßiger und bräunt schöner. (Postillion 41/26)
  • Fleisch lässt sich leichter in dünne Scheiben schneiden, wenn es noch leicht angefroren ist. Frisches Fleisch dafür kurz ins Gefrierfach legen, das klappt auch bei Teigrollen. (Postillion 41/26)

Backen

  • Mehl und Kakao vor dem Backen sieben. Das hält Klümpchen zurück und bringt Luft in den Teig, der Kuchen wird lockerer. (Postillion 38/26)
  • Butter und Eier zum Backen rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Zimmerwarm verbinden sie sich besser mit den anderen Zutaten, und der Teig backt gleichmäßiger. (Postillion 38/26)
  • Back- oder Kastenformen mit Backpapier auslegen statt sie einzufetten. Dann klebt nichts an, und Kuchen oder Brot lassen sich leicht herauslösen. (Postillion 39/26)

Vorrat und Einkauf

  • Obst und Gemüse möglichst in seiner Saison kaufen. Was zur gleichen Zeit reif wird, lässt sich meist auch gut miteinander kombinieren. (Postillion 38/26)
  • Zucker, Mehl, Kakao und andere Vorräte bleiben in Bügelgläsern mit Gummiring luftdicht und lange gut verschlossen. (Postillion 39/26)
  • Gemüse aus dem eigenen Garten oder aus Angeboten vorschneiden und einfrieren. Tiefkühlgemüse aus dem Handel ist ebenfalls eine gute Abkürzung. (Postillion 40/26)
  • Für spontanes Kochen lohnt ein Grundvorrat aus Reis, Nudeln, Dosentomaten, Hülsenfrüchten, Brühe, Öl, Essig, Mehl, Salz, Pfeffer, getrockneten Kräutern, Knoblauch und Zwiebeln. (Postillion 40/26)

Handgriffe und Werkzeug

  • Kochlöffel aus Holz zerkratzen keine Töpfe und Pfannen. Nach dem Gebrauch von Hand spülen, gut trocknen lassen und ab und zu mit etwas Öl einreiben, dann halten sie lange. (Postillion 38/26)
  • Vor dem Kochen alle Zutaten bereitlegen und vorbereiten, wie es Profis mit ihrem „mise en place“ tun. Das spart Hektik am Herd. (Postillion 40/26)
  • Mit scharfen Messern schneidet man sicherer als mit stumpfen, weil sie weniger abrutschen. Ein gutes Messer hält zudem viele Jahre. (Postillion 40/26)
  • Ein feuchtes Tuch oder Küchenpapier unter dem Schneidebrett verhindert, dass es beim Schneiden rutscht. (Postillion 41/26)
  • Für viele Gäste lassen sich Eier für Rührei schon am Vorabend verquirlen und in einer dichten Dose kühlen. Geschnittene Frühlingszwiebeln bleiben in feuchtem Küchenpapier im Kühlschrank frisch. (Postillion 41/26)

Siehe auch